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Archiv: Michael Möckel, Franktionsvorsitzender der CDU Frankfurt (Oder) im Gespräch mit 91.7 ODERWELLE - Frankfurts Stadtradio.
Bürgermeister Claus Junghanns (CDU) wird seine Amtszeit Mitte November beenden. Junghanns bestätigte dies in einer persönlichen Erklärung an die Bürgerinnen und Bürger: Der Oberbürgermeister habe ihm mitgeteilt, dass er nicht für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen werde (Oderwelle berichtete bereits). Junghanns respektiert die Entscheidung, bedauert sie aber: „Ich mache meinen Job sehr gern und konnte in den vergangenen gut sieben Jahren mit tollen Kolleginnen und Kollegen sowie vielen Menschen in unserer Stadt zahlreiche Herausforderungen bewältigen“, erklärte er.

In seiner Mitteilung betonte Junghanns, dass er auch in den verbleibenden Monaten bis zum Ende seiner Amtszeit an wichtigen Themen wie Bürgerservice, Digitalisierung und Wirtschaftsförderung weiterarbeiten werde. „Wir sind aber noch nicht an dem Punkt, an dem ich gern wäre“, so Junghanns. Zum Abschluss wünschte er den Frankfurterinnen und Frankfurtern alles Gute.
Die CDU Frankfurt (Oder) reagierte auf die Entscheidung des Oberbürgermeisters Axel Strasser mit deutlicher Kritik. In einer Pressemitteilung bezeichnete die Fraktion die Vorgehensweise als „ungewöhnlich“ und „politisch respektlos“. Michael Möckel, Vorsitzender der CDU-Fraktion, erklärte:
„Beigeordnete sind kein persönliches Instrument des Oberbürgermeisters. Wer diese Rolle ohne Gespräch und ohne erkennbare fachliche Gründe infrage stellt, beschädigt bewusst die Arbeitsfähigkeit der Stadtspitze.“

Die CDU hebt hervor, dass Junghanns in den vergangenen Monaten die Stadt souverän und fachlich überzeugend vertreten habe und dafür auch über Parteigrenzen hinweg Anerkennung erfahren habe. Die Kreisvorsitzende Désirée Schrade kritisierte, dass Junghanns „ohne jedes Gespräch mit der CDU abserviert“ werde.
Dies sei kein Zeichen von Führungsstärke, sondern von mangelndem Respekt gegenüber demokratischen Mehrheiten und bewährter Zusammenarbeit.

Die CDU betont zugleich, dass sie weiterhin für eine konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Stadt steht – diese setze jedoch Dialog, Transparenz und gegenseitigen Respekt voraus.
„Das Handeln des Oberbürgermeisters lässt daran derzeit erhebliche Zweifel aufkommen“
heißt es in der Stellungnahme.
Mit dem bevorstehenden Ausscheiden von Claus Junghanns endet eine gut siebenjährige Amtszeit, in der er die Stadtverwaltung prägte und wichtige Projekte initiierte. Wie es personell im Rathaus weitergeht, ist bislang nicht bekannt.
Geschrieben von: MK
today13. Oktober 2026 824 53
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