Regionalreport

Diskussion um Jubiläumsfeier der Stadt Frankfurt (Oder)

today15. März 2026 1786 208 5

Hintergrund
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Stadtspitze prüft, ob das Jubiläum 2028 oder erst 2030 gefeiert wird

Nach Informationen der Oderwelle könnte die ursprünglich für 2028 geplante Feier zum 775-jährigen Stadtjubiläum von Frankfurt (Oder) möglicherweise verschoben werden. Demnach soll Oberbürgermeister Axel Strasser (parteilos) intern darauf hingewiesen haben, dass derzeit weder ausreichende finanzielle Mittel noch genügend Personal für die Organisation eines solchen Großereignisses zur Verfügung stehen.

Die Stadtverwaltung widerspricht jedoch der Darstellung, dass das Jubiläum grundsätzlich infrage steht. Eine Feier werde es auf jeden Fall geben, erklärte Stadtsprecher Uwe Stiehler am Sonntagvormittag gegenüber der Oderwelle. Derzeit liefen Gespräche zwischen der Stadtspitze und den Fraktionen darüber, wann das Jubiläum begangen werden soll.

Zur Debatte steht demnach, ob die Stadt bereits 2028 das 775-jährige Bestehen feiert oder die Feierlichkeiten auf 2030 verschiebt, um dann ein symbolträchtiges 777-jähriges Jubiläum zu begehen.

Die Hauptbühne auf dem Brunnenplatz vom HanseStadtFest "Bunter Hering"
© Foto: Matthias Kayales Die Hauptbühne auf dem Brunnenplatz vom HanseStadtFest „Bunter Hering“

Eine Feier im Jahr 2028 würde eine vergleichsweise kurze Vorbereitungszeit bedeuten. Zudem läge sie nur ein Jahr nach dem geplanten Kleistjahr, das ebenfalls zahlreiche Veranstaltungen in der Stadt vorsieht.

Eine Verschiebung auf 2030 hätte nach Angaben der Stadt den Vorteil, dass mehr Zeit für die Planung bliebe und zusätzliche finanzielle Mittel eingeworben werden könnten. Die entsprechenden Abstimmungen laufen derzeit.

Archiv: Axel Strasser (parteilos) im Gespräch mit der Oderwelle.
© Foto: Jan Schirrholz Archiv: Axel Strasser (parteilos) im Gespräch mit der Oderwelle.

„Diese Entscheidung treffe ich nicht allein, sondern selbstverständlich in enger Abstimmung mit den Fraktionsspitzen und der SVV. Dazu habe ich bereits erste Gespräche geführt. Weitere sind angesetzt.“ so Axel Strasser.

Stadtverordnetenvorsitzende äußert sich zur Jubiläumsplanung

Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Désirée Schrade (CDU), hat sich gegenüber der Oderwelle zur Diskussion um das Jubiläum „775 Jahre Frankfurt (Oder)“ geäußert. Sie betonte, dass es bislang keine Gespräche mit den Fraktionen gegeben habe.

Désirée Schrade, Kreisvorsitzende der CDU Frankfurt (Oder)
© Foto: Matthias Kayales Désirée Schrade, Kreisvorsitzende der CDU Frankfurt (Oder)

„Ich habe Oberbürgermeister Axel Strasser am Freitag gefragt, wie weit die Planungen sind, weil mich Bürger darauf angesprochen haben, ob sie sich einbringen können“.

Ohne ihre Nachfrage hätte Oberbürgermeister Strasser das Thema demnach nicht öffentlich thematisiert, so Schrade.

Über die Antwort des Oberbürgermeisters habe sie die anderen Fraktionsvorsitzenden informiert – von denen wusste niemand zuvor etwas über mögliche Pläne oder Verschiebungen der Jubiläumsfeier.

Schrade deutete damit an, dass bisher keine breite Abstimmung zwischen Stadtspitze und Fraktionen stattgefunden habe und dass die politische Diskussion über Termin und Organisation noch am Anfang steht.

Kulturakteure sollen mit einbezogen werden

Laut Stadtverwaltung sei man bereits mit Vereinen, Kulturakteuren, Sponsoren und Unterstützern im Gespräch. Ziel sei es, in die Jubiläumsfeierlichkeiten – ob 2028 oder 2030 – weite Teile der Stadtgesellschaft mit einzubeziehen.

Unabhängig vom Termin verfügt Frankfurt (Oder) mit dem Stadtmarketing der Messe und Veranstaltungs GmbH über ein erfahrenes Organisationsteam. Dieses richtet bereits seit Jahren große Veranstaltungen in der Stadt aus, darunter den cityFRÜHLING, das Hansestadtfest „Bunter Hering“, Klassik ohne Grenzen sowie die cityWEIHNACHT.

Geschrieben von: MK

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