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Fünf Jahre nach der Sperrung des Helenesee bleibt die Zukunft des beliebten Naherholungsgebiets weiter ungeklärt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Christian Görke (Linke) hervor.
Demnach befindet sich das Sanierungsprojekt weiterhin in der Vorplanung. Konkrete Ergebnisse sollen frühestens nach August 2026 vorliegen. Gleichzeitig hält die Bundesregierung an einem möglichen Baubeginn zwischen 2028 und 2030 fest – obwohl eine Ausschreibung der Bauleistungen frühestens für 2029 vorgesehen ist.
„Fünf Jahre nach der Sperrung gibt es keinen belastbaren Zeitplan, keine Kostenschätzung und keine gesicherte Finanzierung. Statt Fortschritt erleben wir Stillstand – und ein politisches Wegducken des Bundes“, kritisiert Görke.

Auch bei den Kosten bleibt die Lage unklar. Eine Gesamtschätzung für die Sanierung existiert bislang nicht. Bisher wurden lediglich rund 227.000 Euro für Planungs- und Vorbereitungsleistungen verausgabt.
„Das passt hinten und vorne nicht zusammen. Hier wird ein Zeitplan behauptet, den es faktisch nicht gibt“, so Görke weiter.
Die Bundesregierung verweist in dem Zusammenhang auf die noch laufenden planerischen Untersuchungen und die Notwendigkeit einer Risikoanalyse, bevor weitere Mittel freigegeben werden können. Zuständig ist dabei unter anderem die bundeseigene Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV).
Für die Stadt Frankfurt (Oder) und die gesamte Region hat die anhaltende Sperrung spürbare Folgen. Der Helenesee war über Jahrzehnte eines der wichtigsten Naherholungsziele in Ostbrandenburg – ein Ort für Badegäste, Vereine und Tagesausflügler aus der gesamten Region.
„Der Helenesee war für viele Menschen ein Stück Alltag – für den Feierabend, fürs Wochenende, für den Urlaub vor der Haustür. Dass hier seit fünf Jahren nichts vorangeht, ist für viele schlicht nicht mehr nachvollziehbar“, sagt der Stadtverordnete Jan Augustyniak (Linke).
Wirtschaftlich macht sich der Stillstand ebenfalls bemerkbar: Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und touristische Anbieter berichten über ausbleibende Gäste und Einnahmeverluste. Gleichzeitig fehlt ein zentraler Freizeitort für die Region.
„Im Klartext heißt das: kein Geld, kein Plan, kein Fortschritt. Und niemand übernimmt wirklich Verantwortung“, so Görke.
Auch die politische Zuständigkeitsfrage bleibt umstritten. Während der Bund auf die formale Zuständigkeit des Landes verweist, spielt die bundeseigene LMBV eine zentrale Rolle im Verfahren.
„Dieses Hin und Her zwischen Bund und Land blockiert seit Jahren die Entwicklung. Am Ende leiden die Menschen vor Ort darunter“, so Görke.
Fazit der Kritiker: Fünf Jahre nach der Sperrung gibt es weder einen verbindlichen Zeitplan noch eine gesicherte Finanzierung. Für die Region bleibt der Helenesee damit ein Symbol für langwierige Verfahren und ausbleibende Entscheidungen.
„Fünf Jahre Stillstand sind genug. Die Region braucht endlich Klarheit, Tempo und Verlässlichkeit. Der Helenesee darf nicht länger ein Symbol für politisches Versagen bleiben“, erklären Görke und Augustyniak abschließend.
Geschrieben von: MK
Brandenburg Bundesregierung Christian Görke Helenesee Sperrung
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