Lokale Wasserprobleme – aber genug Vorräte

Der Brandenburgische Umweltminister Axel Vogel

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) sieht trotz des Klimawandels und des Wachstums im Großraum Berlin noch genug Wasservorräte. «Uns ist wichtig, dass die Trinkwasserversorgung weiter gesichert bleibt, und ich glaube, das können wir für die nächsten 40 Jahre auch garantieren», sagte Vogel am Mittwoch dem rbb. Die Grundwasservorräte seien ausreichend. Er räumte ein: «Aber es gibt natürlich lokal deutliche Probleme.» Auch zeichneten sich Probleme für Berlin und das Umland ab, weil Menschen und Industrie immer mehr Wasser benötigten.Der Minister hält künftig Einschränkungen beim Verbrauch für möglich. Das Wasserangebot aufgrund des Klimawandels müsse neu bewertet werden, sagte er. «Dann werden wir eben auch Handlungen ergreifen müssen, die wir momentan lieber nicht sehen wollten. Das bedeutet beispielsweise, dass eben auch genehmigte Mengen möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen und dann anders agiert werden muss.» Zugleich würden neue Grundwasservorkommen geprüft, zum Beispiel in Hangelsberg. Vogel will am kommenden Montag ein Konzept zur Wasserversorgung vorstellen, am Dienstag ist Tag des Wassers.

Im Berliner Umland gibt es Streit um eine Wasserförderung. Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hatte eine Genehmigung für das Wasserwerk Eggersdorf, die die Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide einschließt, aus formellen Gründen verworfen. Nun muss eine Beteiligung der Öffentlichkeit für eine höhere Menge nachgeholt werden. Das Land Brandenburg will einen Teil der geförderten Wassermenge weiter dulden. Aus Sicht des Wasserverbands Strausberg-Erkner ist jedoch mit dem Gerichtsurteil die Grundlage für einen Versorgungsvertrag mit Tesla entfallen. Eine außerordentliche Verbandsversammlung soll am Donnerstag darüber beraten.