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© Foto: René Matschkowiak
Gemeinsam an einem Tisch: Sahra Damus (Grüne), Oliver Kossack (Grüne), Désirée Schrade (CDU) und Alexandra Schäfer (Grüne).
In einer Sondersitzung am 13. August 2025 hat die Mitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt (Oder) mit deutlicher Mehrheit beschlossen, die Kandidatur von Désirée Schrade für das Amt der Oberbürgermeisterin zu unterstützen. Zuvor hatte sich Schrade den Fragen der Parteimitglieder gestellt. Nach Angaben des Kreisvorstandes wurden im Vorfeld auch Gespräche mit den anderen demokratischen Kandidierenden geführt.

„Ich bin froh, dass wir unseren Wähler*innen eine Empfehlung für die OB-Wahl geben können“, erklärte Oliver Kossack, Sprecher des Kreisverbandes. Zwar gebe es auf Bundesebene deutliche politische Unterschiede zwischen Grünen und CDU, doch die OB-Wahl sei auch eine Personenwahl. Nach intensiver Diskussion habe man entschieden, dass Désirée Schrade für Frankfurt (Oder) die beste Wahl sei. Überzeugt habe sie vor allem mit ihrer vermittelnden Art sowie mit inhaltlichen Positionen, die für die Grünen von besonderer Bedeutung seien – darunter ein klares Bekenntnis zum Kommunalen Integrationszentrum, die Unterstützung einer Verkehrsberuhigung in der Innenstadt, der Erhalt der Linden in der Magistrale, der Schutz der Oder als naturnaher Fluss sowie ein höherer Stellenwert für Klimaschutz und Klimaanpassung in der Verwaltung.

Zur Sprache kam auch ein Vorfall, bei dem Schrade mit dem AfD-Politiker Rainer Galla tanzte (Oderwelle berichtete). „Viele unserer Mitglieder fanden dies unangemessen“, so Kossack. Im Gespräch habe sich jedoch gezeigt, dass Schrade diesen Vorfall im Nachhinein kritisch reflektiert und sich klar von der AfD distanziert habe.

Sahra Damus, Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, betonte, dass in der Zusammenarbeit mit Schrade im vergangenen Jahr Vertrauen gewachsen sei. Sie habe sich glaubwürdig für den Schutz vor Gewalt gegen Frauen eingesetzt, für eine menschliche Integrationspolitik gestanden und sich klar gegen aus ihrer Sicht rechtswidrige Grenzkontrollen positioniert, die der Doppelstadt schaden würden. Zudem baue man auf Schrades Zusage, im Falle einer Wahl eine parteiübergreifende Verwaltungsspitze zu bilden.
„Als Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung hat sie gezeigt, dass sie zwischen verschiedenen Interessen vermitteln kann“, so Damus. In den jüngsten Haushaltsverhandlungen habe sie Kompromisse gefunden, auch gegenüber der eigenen Partei. Damit habe sie bewiesen, dass sie das Wohl der Stadt über Parteiinteressen stelle – so wie die Grünen es nun mit ihrer Wahlempfehlung tun.

Désirée Schrade bedankte sich für die Unterstützung:
„Mir ist bewusst, dass diese Entscheidung keine einfache war, gerade vor dem Hintergrund der Unterschiede zwischen unseren Parteien auf Bundesebene. Umso mehr freue ich mich über dieses Signal, das für mich auch Ausdruck unserer bisherigen guten und konstruktiven Zusammenarbeit ist.“
Politik verstehe sie als Dialog, mit Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und dem Ziel, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden. „Frankfurt (Oder) profitiert von einer Politik, die Menschen zusammenbringt, Brücken baut und die Vielfalt unserer Stadt als Stärke begreift.“
Geschrieben von: MK
Alexandra Schäfer Désirée Schrade OB Wahl 2025 Oliver Kossack Sahra Damus
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