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Sonntagsbrunch

Nach CSD-Anschlag in Berlin: Theologe René Pachmann ruft zu Zusammenhalt und Menschlichkeit auf

mic91.7 ODERWELLEtoday26. Juli 2026 176 84 5

Hintergrund
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    Nach CSD-Anschlag in Berlin: Theologe René Pachmann ruft zu Zusammenhalt und Menschlichkeit auf 91.7 ODERWELLE


Hochschulseelsorger spricht im Sonntagsbrunch auf 91.7 ODERWELLE über den Umgang mit Gewalt, Trauer und gesellschaftlicher Spaltung

Theologe und Hochschulseelsorger René Pachmann beim Oderwelle Sonntagsbrunch mit Jacqueline Eckardt und Matthias Kayales.
© Foto: Steve Raschke Theologe und Hochschulseelsorger René Pachmann beim Oderwelle Sonntagsbrunch mit Jacqueline Eckardt und Matthias Kayales.

Der tödliche Vorfall beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat viele Menschen erschüttert. Im Sonntagsbrunch auf 91.7 ODERWELLE – Frankfurts Stadtradio sprach Theologe und Hochschulseelsorger René Pachmann über die Folgen solcher Ereignisse und die Frage, wie eine Gesellschaft mit Gewalt und Hass umgehen kann.

Nach dem Vorfall, bei dem ein Auto in eine Menschengruppe gefahren war und ein Mensch ums Leben kam, sei es besonders wichtig, Menschen nicht allein mit ihrer Angst und Trauer zu lassen, sagte Pachmann. „Menschen brauchen jemanden, mit dem sie reden können, wo sie sich anlehnen können, wo sie sich angenommen fühlen“, so der Hochschulseelsorger. Dabei könnten unterschiedliche gesellschaftliche Akteure Unterstützung leisten.

Mit Blick auf den CSD, der für Vielfalt, Offenheit und Akzeptanz steht, zeigte sich Pachmann besonders betroffen. Er habe sich gefreut, dass so viele Menschen in Berlin ein „schönes, frohes und großes Fest“ gefeiert hätten. Umso erschreckender sei der Kontrast zu der Gewalt, die dieses Ereignis überschattet habe. Der CSD stehe dafür, dass Menschen ihre Liebe und ihre Lebensgestaltung frei leben können – ohne dass andere darüber bestimmen.

Angesichts der Sorge vor weiterer Spaltung in der Gesellschaft warb Pachmann für eine klare Haltung gegen Hass. Das Motto des Berliner CSD „Haltung ist hot“ passe auch zu dieser Situation. „Wir lassen uns ein Fest, wo es um Liebe geht, nicht durch Hass kaputt machen, indem wir dann selbst anfangen zu hassen“, sagte er.

Gleichzeitig müsse sich die Gesellschaft deutlich gegen extremistische Gewalt stellen. „Religiöse Gewalt oder auch extremistische Gewalt insgesamt ist nichts, was unsere Gesellschaft tolerieren darf“, betonte der Theologe.

Hochschulseelsorger René Pachmann im Gespräch mit der Oderwelle.

Auch die Rolle von Kirchen und Seelsorge in Krisensituationen war Thema des Gesprächs. Religion könne Menschen Orientierung geben und eine menschenfreundliche Perspektive bieten. Gleichzeitig müssten sich Religionsgemeinschaften auch kritisch mit problematischen Entwicklungen wie Homophobie und Gewaltaufrufen auseinandersetzen, so Pachmann.

Kirchen könnten vor allem durch Seelsorge, praktische Hilfe und Unterstützung durch Einrichtungen wie die Caritas oder Notfallseelsorge einen Beitrag leisten. Auch Gottesdienste könnten für Menschen ein Ort sein, an dem sie mit ihrer Angst, ihrer Trauer und ihren Fragen Raum finden.

René Pachmann war im Sonntagsbrunch live aus der Skylounge 24 auf 91.7 ODERWELLE zu Gast. Sein Appell: Gerade in Zeiten von Gewalt und Unsicherheit bleiben Zusammenhalt, Respekt und Menschlichkeit entscheidend.


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