OB-Wahl 2025

Stichwahl: Frankfurt (Oder) wählt einen neuen Oberbürgermeister

today11. Oktober 2025 923 25 3

Hintergrund
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Axel Strasser (parteilos) und Wilko Möller (AfD) treten gegeneinander an – 46.000 Frankfurterinnen und Frankfurter sind zur Stichwahl aufgerufen

Frankfurt (Oder) wählt diesen Sonntag ein neues Stadtoberhaupt. Nachdem vor zwei Wochen keiner der Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, treten an diesem Sonntag der parteilose Axel Strasser und Wilko Möller von der AfD in der Stichwahl gegeneinander an.

Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet

Ab 8 Uhr sind die Wahllokale in der Stadt geöffnet – bis 18 Uhr können die rund 46.000 wahlberechtigten Frankfurterinnen und Frankfurter ihre Stimme abgeben. Insgesamt sind knapp 600 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Bereits am Freitagabend lief die Briefwahl aus, bei der viele Bürgerinnen und Bürger schon im Voraus abgestimmt haben.

Bürgermeister Claus Junghanns (CDU) dankte im Gespräch mit der Oderwelle allen Beteiligten für ihr Engagement und rief die Menschen in Frankfurt erneut auf, ihr Wahlrecht zu nutzen:

„Gehen Sie wählen! Bilden Sie sich eine Meinung und übernehmen Sie Verantwortung. Es ist eine demokratische Wahl – und jede Stimme zählt.“

Das Rathaus öffnet am Abend ab 18 Uhr für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die die Auszählung live verfolgen möchten. Mit einem vorläufigen Ergebnis rechnet die Stadt zwischen 19 und 19:30 Uhr.

Die Kandidaten im Überblick

Axel Strasser (parteilos)

Dr. Axel Strasser (parteilos) möchte nächster Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder) werden.
© Foto: Jan Schirrholz Dr. Axel Strasser (parteilos) möchte nächster Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder) werden.

Der 48-jährige parteilose Kandidat ist in Frankfurt (Oder) kein Unbekannter. Strasser arbeitet seit vielen Jahren in der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg.

Im Wahlkampf betonte er seine Unabhängigkeit von Parteistrukturen und stellte Sachorientierung, Transparenz und Bürgernähe in den Mittelpunkt. Er will die Stadt als „lebenswerte Europastadt an der Oder“ weiterentwickeln, die Verwaltung effizienter machen und die Zusammenarbeit mit Polen intensivieren.

Wilko Möller (AfD)

Wilko Möller (AfD) im Gespräch mit der Oderwelle.
© Foto: Jan Schirrholz Wilko Möller (AfD) im Gespräch mit der Oderwelle.

Der 57-jährige Polizist a.D., Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete der Partei AfD – die in Brandenburg als gesichert rechtsextremistisch eingestuft ist – tritt zum zweiten Mal zur Oberbürgermeisterwahl an. Bereits 2018 kandidierte er für das Amt.

Möller ist in Frankfurt (Oder) Vorsitzender der AfD-Fraktion und positioniert sich im Wahlkampf als Vertreter von „Ordnung, Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit“. Kritiker werfen ihm vor, mit populistischen und teils polarisierenden Aussagen zu arbeiten. Seine Kandidatur sorgt über die Stadtgrenzen hinaus für Diskussionen.

Das Quorum entscheidet

Um gewählt zu werden, muss der Sieger der Stichwahl nicht nur die Mehrheit der Stimmen erhalten, sondern auch mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten – also rund 6.900 Stimmen – hinter sich vereinen. Sollte dieses Quorum nicht erreicht werden, geht das Wahlrecht auf die Stadtverordnetenversammlung über, die dann in einem neuen Verfahren über die Besetzung des Oberbürgermeisterpostens entscheiden müsste.

Die ODERWELLE berichtet LIVE aus dem Frankfurter Rathaus

Die Oderwelle berichtet ab 17:50 Uhr LIVE aus dem Rathaus in Frankfurt (Oder). Ein Wahlabend mit aktuellen Zahlen, Einschätzungen und Stimmen – bis feststeht, wer künftig an der Spitze der Oderstadt stehen wird.

Geschrieben von: MK

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