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Stichwahl in Frankfurt (Oder): AfD-Kandidat Wilko Möller gibt sich kämpferisch

today22. September 2025 589 76 5

Hintergrund
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Wilko Möller will die Brandmauer der CDU in Frankfurt einreißen

Frankfurt (Oder) steht vor einer richtungsweisenden Stichwahl: Am 12. Oktober treten der parteilose Kandidat Axel Strasser und der AfD-Kandidat Wilko Möller gegeneinander an. In der ersten Wahlrunde lag Möller zunächst vorn, wurde jedoch im Laufe der Auszählung der Briefwahlstimmen von Strasser überholt.

In einem Interview zur Wahlsondersendung LIVE aus dem Rathaus auf 91.7 ODERWELLE äußerte sich Möller enttäuscht über die Wahlbeteiligung von 53,5 Prozent. „Es ist schade, dass die Bürger noch nicht erkannt haben, wie entscheidend diese Wahl für die Zukunft Frankfurts ist“, so Möller.

Möller betonte, dass er trotz Vorwürfen mangelnder Aktivität intensiv Wahlkampf betrieben habe. Er erklärte, auf Großplakate verzichtet zu haben, da diese häufig beschädigt würden und Versicherungsprobleme entstünden. Stattdessen habe er auf kleinere Aktionen, soziale Medien und persönliche Gespräche gesetzt.

Auch zur politischen Erfahrung des Gegenkandidaten Strasser äußerte Möller deutliche Kritik: „Glauben die Frankfurter wirklich, dass jemand, der noch nie in der Stadtverordnetenversammlung gesessen hat, diese Stadt richtig führen kann?“ Möller verwies auf seine eigene langjährige politische Arbeit, unter anderem den Aufbau der AfD in Frankfurt und die Umsetzung kommunaler Projekte wie neuer Feuerwehrgerätehäuser.

Für die bevorstehende Stichwahl kündigte Möller an, den Wahlkampf fortzusetzen. Er appellierte an die CDU, sich einer konservativen Mehrheit anzuschließen, um gemeinsam „die Zukunft Frankfurts zu gestalten“. Gleichzeitig betonte er, dass jeder Wähler an der Urne eine eigene Entscheidung treffe, die am Ende über die Zusammensetzung einer konservativen Mehrheit entscheide.

Möller beendete das Interview mit einem Dank an die Wählerinnen und Wähler sowie die Wahlhelfer und betonte, dass er weiterhin mit aller Energie für seine politischen Ziele kämpfen werde. Er kündigte zudem an, die Brandmauer der CDU weiterhin einreißen zu wollen.

Angesprochen auf die Einstufung seiner Partei durch den Verfassungsschutz als rechtsextrem, relativierte Möller die Wirkung auf Wählerinnen und Wähler. Gleichzeitig kritisierte er Kampagnen gegen ihn als gezielte Wahlbeeinflussung.

Geschrieben von: MK

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