Regionalreport

Trauerhalle am Hauptfriedhof bleibt weiter geschlossen – Stadt gibt kaum neue Informationen

today16. Februar 2026 225 35 5

Hintergrund
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Die Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof bleibt auch Anfang 2026 weiterhin geschlossen.

Das geht aus einer Anfrage des Stadtverordneten der Linken, Jan Augustyniak, zum Stand der Sanierung hervor.

Laut der Stadtverwaltung wurden die Arbeiten nach dem Brand im August 2025 zwar wieder aufgenommen, ein belastbarer Zeitrahmen für die Wiedereröffnung kann jedoch weiterhin nicht genannt werden. „Angesichts des nicht kalkulierbaren Bauzeitraums ist eine realistische Aussage zur Wiederaufnahme der Nutzung derzeit nicht möglich“, heißt es in der Antwort.

Auch zu zentralen Fragen rund um die Brandursache, mögliche Mängel und Präventionsmaßnahmen verweist die Verwaltung auf die Zuständigkeit der Erbbauberechtigten. „Damit entzieht sich die Stadt ihrer Verantwortung für Transparenz und öffentliche Information“, kritisiert Augustyniak.

Jan Augustyniak (DIE LINKE)
© Foto: Augustyniak Jan Augustyniak (DIE LINKE)

Einzig zu den bisherigen Kosten macht die Verwaltung Angaben: Das bewegliche Anlagevermögen der Stadt wurde durch den Brand im Wert von rund 150.000 Euro beschädigt oder zerstört. Über die Regulierung durch die Versicherung liegt noch keine abschließende Entscheidung vor.

Für Bestatter und Angehörige bleiben die Probleme bestehen. Besonders größere Trauerfeiern mit über 100 Teilnehmenden können derzeit nicht adäquat untergebracht werden. Alternative Orte, wie etwa die Fanfarengarde, stehen nicht dauerhaft zur Verfügung.

Augustyniak zeigt sich zwar verständnisvoll angesichts der winterlichen Witterung, ärgert sich jedoch über die fehlende Perspektive für Betroffene: „Es ist nachvollziehbar, dass es durch das lang anhaltende Winterwetter zu Verzögerungen kommen kann. Ärgerlich ist jedoch, dass weiterhin kein belastbarer Zeitrahmen für die Wiedereröffnung benannt werden kann.“

Hintergrund: Der Verwaltungstrakt der Trauerhalle stand im August 2025 in Flammen. Es kam zu massiver Rauchentwicklung, wie die Oderwelle bereits berichtete.

Die Trauerhalle bleibt damit weiter ein Sorgenkind für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger, während die Stadtverwaltung auf konkrete Informationen zu Ursache und Ablauf der Sanierungsarbeiten weiterhin weitgehend verzichtet.

Geschrieben von: MK

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