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today2. Februar 2026 280 1 5
© Foto: Matthias Kayales
verdi-Streikposten vor dem SVF-Betriebsgelände in Frankfurt (Oder)
Seit den frühen Morgenstunden stehen Busse und Straßenbahnen der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) größtenteils still. Vor dem Betriebsgelände der SVF hat die Gewerkschaft ver.di einen Streikposten errichtet.
Fahrgäste müssen ganztägig mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die SVF setzt lediglich einen Notfahrplan ein, um ein Mindestangebot im öffentlichen Nahverkehr aufrechtzuerhalten. Dennoch kommt es auf zahlreichen Linien zu Ausfällen und längeren Wartezeiten. Besonders in den Morgenstunden waren viele Pendlerinnen und Pendler betroffen.

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr, die Mitte Januar in Potsdam begonnen haben. Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem höhere Entgelte, verlässlichere Arbeitszeiten und eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen die Forderungen in der derzeitigen Höhe ab und verweisen auf angespannte Haushaltslagen sowie sinkende Steuereinnahmen.
Unterstützung für die Streikenden kommt aus der Kommunalpolitik. Der Stadtverordnete der Linken, Jan Augustyniak, betont gegenüber der Oderwelle die schwierige Situation sowohl für Fahrgäste als auch für die Beschäftigten:

„Niemand steht gern in der Kälte – weder die Fahrgäste an den Haltestellen noch die Beschäftigten im Nahverkehr. Trotzdem streiken die Kolleg:innen heute in Frankfurt (Oder). Nicht aus Leichtsinn, sondern weil dieser Streik notwendig ist.“
Augustyniak verweist darauf, dass gute Arbeitsbedingungen eine zentrale Voraussetzung für einen funktionierenden Nahverkehr seien: „Faire Entgelte, verlässliche Arbeitszeiten und echte Entlastung sind die Voraussetzung dafür, dass Busse und Bahnen überhaupt zuverlässig fahren können.“ Gerade bei den aktuellen winterlichen Temperaturen sei der Streik für alle Beteiligten belastend, doch ohne Druck bewege sich in den Tarifverhandlungen wenig. „Dieser Streik ist nötig, damit der Nahverkehr in Frankfurt (Oder) auch morgen noch funktioniert“, so der Stadtverordnete.
Der Kommunale Arbeitgeberverband Brandenburg hat angekündigt, die Tarifgespräche fortsetzen zu wollen. Fahrgäste werden gebeten, sich aktuell über Fahrpläne zu informieren und – wenn möglich – auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen.
Geschrieben von: MK
Bahn Bus Frankfurt (Oder) Jan Augustyniak Streik SVF Verdi
today30. September 2026 2571 45
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