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© Foto: FF24.NEWS
Bereits im Juni war auch die Storchen-Apotheke in Frankfurt (Oder) geschlossen.
Zahlreiche Apotheken waren am Mittwoch auch in Frankfurt (Oder) wegen eines bundesweiten Protesttages geschlossen. Nur die Hansa-, Karolinen-, die Sonnen- und die Westkreuz-Apotheke hatten geöffnet. Die Apothekerverbände verlangen eine seit zehn Jahren nicht erhöhte fixe Pauschale von 8,35 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament für Beratung auf zwölf Euro anzuheben.
Der Bundestagsabgeordnete Christian Görke (DIE LINKE) sagte dazu gegenüber der Oderwelle:

Wenn es Apothekerinnen und Apotheker in den Streik und zum Protest auf die Straße treibt, ist das ein Signal, das niemand mehr ignorieren kann. Seit Monaten haben sie immer wieder auf die Notsituation hingewiesen: Der Festbetrag, mit dem die Apotheken ihre laufenden Kosten begleichen sollen, ist trotz drastisch steigender Energiekosten seit zehn Jahren nicht angehoben worden, Personalnot und die zeit- und kostenintensive Bewältigung von Lieferengpässen bringen immer mehr Apothekerinnen und Apotheker in Not. Insbesondere im ländlichen Raum sind viele Apotheken am Rande der Existenzmöglichkeit angekommen.
MdB Christian Görke (Linke)
Die Bewältigung der immer häufiger auftretenden Arzneimittelengpässe lastet vor allem auf den Schultern der Apothekerinnen und Apotheker. Sie dafür mit 50 Cent pro Lieferengpass vergüten zu wollen, wie Lauterbach es plant, ist nahezu zynisch, denn das deckt den Arbeitsaufwand nicht annähernd ab, so der Bundespolitiker aus Brandenburg.
Weiter fordert Görke sachgerechten Honorare, dauerhaft einfachere und unbürokratischen Regeln beim Austausch nicht lieferbarer Medikamente. Darüber hinaus müssen die Rabattverträge für nicht patentgeschützte Arzneimittel und eine sanktionsbewehrte Vorratspflicht für die Pharmaunternehmen bei versorgungswichtigen Arzneimitteln endlich Abgeschaft werden.
Geschrieben von: MK
Apotheken Storchen-Apotheke Streik
Foto: Jens Doerre
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