Pellmann: «Jedes Bundesland sollte einen Standort des Zukunftszentrums erhalten»

Linken-Politiker Soeren Pellmann

Der Linken-Ostbeauftragte Sören Pellmann hat die Entscheidung für Halle an der Saale als Standort des neuen Zukunftszentrums für Deutsche Einheit kritisiert. «Das ist eine Entscheidung, die neue Enttäuschungen produzieren wird», erklärte der Leipziger Bundestagsabgeordnete am Mittwoch. «Jetzt haben wir viele Verlierer.»

Statt nur eines Standorts bräuchte man ein Netz an Dependancen, um Bürgernähe herzustellen, schlug er vor. Halle sei für Menschen aus Frankfurt an der Oder oder Eisenach weit weg. «Jedes Bundesland sollte einen Standort des Zukunftszentrums erhalten», forderte Pellmann.

Eine Auswahljury hatte Halle am Dienstag als Sitz des geplanten Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation ausgewählt (Oderwelle berichtete). Beworben hatten sich auch Frankfurt (Oder), Eisenach, Jena sowie das Duo Leipzig und Plauen. Das Zukunftszentrum soll die Leistungen der deutschen Vereinigung würdigen und die Erfahrungen daraus für künftige Umbrüche und Krisen nutzbar machen. Es soll Begegnungs- und Forschungsstelle zugleich sein.

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