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© Foto: Christian Budschigk
Fischsterben in der Oder

Die Bundesregierung hat polnische Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder zurückgewiesen.
«Wir bedauern, dass es zu dieser Bewertung von polnischer Seite gekommen ist», sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag in Berlin mit Blick auf den Vorwurf aus Warschau, Deutschland verbreite «Fake News» (Falschnachrichten). Die Suche nach den Ursachen für das Fischsterben in der Oder sei nach wie vor nicht abgeschlossen.
Mittlerweile gebe es mehrere organische und anorganische Substanzen, die dafür verantwortlich sein könnten, sagte der Sprecher weiter. «Es scheint sich da wirklich um einen Chemie-Cocktail zu handeln. Keine dieser Substanzen hat nach unseren bisherigen Erkenntnissen allein zum Fischsterben geführt.» Es könnte sich um ein «multi-kausales Ereignis» handeln.
«Von keiner Seite und zu keiner Zeit wurde in Deutschland aber behauptet, dass die Pestizide allein ursächlich für das Fischsterben gewesen seien. Dass entsprechende Laborergebnisse vom polnischen Umweltministerium jetzt als Schuldzuweisung verstanden wurden, ist bedauerlich.»
Am Montag tagte erstmals die vor einer Woche eingesetzte deutsch-polnische Expertengruppe und tauschte sich über Laborwerte und Untersuchungsergebnisse aus. In ihr sind Fachleute des Bundes und der betroffenen Bundesländer sowie der polnischen Behörden auf nationaler und regionaler Ebene vertreten. Die Leitung auf deutscher Seite hat das Umweltbundesamt. Der Ministeriumssprecher hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass eine «mögliche Missstimmung» ausgeräumt werde, wenn in der Arbeitsgruppe die Daten besprochen werden.
Polens Umweltministerin Anna Moskwa hatte am Samstagabend auf Twitter geschrieben: «Achtung, eine weitere Fake News wird in Deutschland verbreitet!!! Pestizide und Herbizide. In Polen wurde der Stoff getestet und unterhalb der Bestimmungsgrenze nachgewiesen, d. h. ohne Auswirkungen auf Fische oder andere Tiere, und ohne Verbindung zum Fischsterben.»
© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa
Geschrieben von: MK
Brandenburg Bundesregierung Fake News Fischsterben Frankfurt (Oder) Polen
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