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Aus der Stadt in Ostbrandenburg dringen derzeit keine positiven Wirtschaftssignale. Beim Reifenhersteller Goodyear sieht Minister Steinbach aber auch ein bisschen Bewegung.
Für die vor dem Aus stehende Reifenproduktion von Goodyear in Fürstenwalde sollte aus Sicht von Wirtschaftsminister Jörg Steinbach ein Verkauf des Werkes als eine Option ins Auge gefasst werden. Der SPD-Politiker sprach am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss im Landtag in Potsdam von «harten Positionen» auf der Seite des Unternehmens. Aus der Führung sei nun aber die grundsätzliche Möglichkeit eines Verkaufs als eine Option nicht mehr kategorisch ausgeschlossen worden, sagte der Minister mit Verweis auf eine Information vom Betriebsrat. Es sei nun «ein Stückchen Bewegung» zu erkennen. Allerdings werden nach Steinbachs Einschätzung die Käufer angesichts des schwierigen Kautschukreifenmarktes nicht gerade Schlange stehen.
Die Gewerkschaft IG BCE und Beschäftigte des Reifenherstellers Goodyear wollen sich weiter gegen die Schließungspläne an dem Traditionsstandort stemmen und alternative Lösungen ausloten. Auch die Landesregierung schaltete sich in Gespräche ein und setzt sich für den Erhalt ein. Goodyear will die Reifenproduktion in Fürstenwalde Ende 2027 einstellen und 750 Stellen abbauen. Ein kleiner Teil des Standorts soll erhalten bleiben. Zudem soll die Goodyear-Reifenproduktion in Fulda geschlossen werden.
Nicht nur das geplante Aus für die Reifenproduktion trifft Fürstenwalde hart. Das Wohnungsbauunternehmen Bonava baut deutschlandweit 340 Stellen ab, davon 120 in der Stadt im Kreis Oder-Spree. Der Wohnungsbau in Deutschland steckt unter anderem wegen gestiegener Zinsen und teurer Materialien in der Krise.
Steinbach sagte, es gebe einen starken Einbruch im Baugewerbe, aber auch Anzeichen für eine Erholung ab der zweiten Jahreshälfte. Er könne nur an die Unternehmen appellieren, durch das Instrument der Kurzarbeit die Beschäftigten an Bord zu halten.
© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa
Geschrieben von: MK
Fürstenwalde Good Year Reifenproduktion
Foto: Jens Doerre
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