Brandenburg trauert um Queen – Woidke: Sie war dem Land verbunden

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD)

Nach dem Tod der britischen Königin Queen Elizabeth II. wird auch in Brandenburg getrauert. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bezeichnete sie am Freitag als große Königin, die auch Brandenburg verbunden gewesen sei. «Sie war und bleibt eine überragende Persönlichkeit der Zeitgeschichte, die einen großen Anteil an der Aussöhnung der Völker nach dem Zweiten Weltkrieg hatte», erklärte Woidke laut Mitteilung. «Für uns war sie vor allem eine Königin, die Brandenburg verbunden war.»

Die Queen besuchte Brandenburg nach der Deutschen Einheit im Jahr 1992 und auch 2004. So war sie zum Beispiel 1992 im Schloss Sanssouci in Potsdam und machte 2004 einen Besuch im Schloss Cecilienhof sowie im Militärfriedhof von Stahnsdorf.

Woidke erinnert sich nach Angaben der Staatskanzlei an eine Begegnung mit ihr in der britischen Residenz in Berlin 2015. Auf seine Bemerkung, dass Berlin wichtig und Brandenburg schön sei, habe die britische Königin auf Englisch entgegnet: «Aber ich glaube, Brandenburg ist auch wichtig, nicht wahr?»

Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke würdigte die Queen als Mensch mit natürlicher Autorität, feinem Humor und bei aller Distanz spürbarer menschlicher Wärme.

Georg Friedrich Prinz von Preußen schrieb König Charles III., mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit, ihrer Herzlichkeit und ihrem ausgeprägten Pflichtbewusstsein sei die Queen für ihn ein Vorbild gewesen. Königin Elizabeth II. und Georg Friedrich Prinz von Preußen sind beide direkte Nachfahren der britischen Königin Victoria (1819-1901).

Queen Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral gestorben. Ihr Sohn Charles III. ist neuer britischer König.

© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa