Brandenburg bereitet Hilfspaket für Unternehmen vor

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)

Die Brandenburgs Landesregierung bereitet ein eigenes Hilfspaket für Unternehmen angesichts der steigenden Energie- und Rohstoffpreise vor. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Montagabend in Potsdam nach einem Treffen mit Vertretern von Unternehmen und Verbänden, ein solcher Rettungsschirm müsse ein Volumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich haben. «Ich glaube, dass es dieses Hilfspaket geben muss.» Dies setze jedoch voraus, dass der Bund eine Notsituation erkläre, so dass die Länder Kredite aufnehmen könnten ähnlich wie es bei den Corona-Hilfen erfolgt sei. Darauf warte er schon seit Wochen, sagte Woidke.

«Wenn das Kind im Brunnen liegt, ist es zu spät.» Er fordere die Bundesregierung auf, nicht mehr zu zögern und die Notlage zu erklären. «Wir müssen den Unternehmen und den Menschen im Land jetzt helfen.» Der Regierungschef kam am Montag mit zahlreichen Energieunternehmen und Verbänden zusammen, um über die Energie- und Versorgungssicherheit im Winter zu beraten. Am Dienstag berät das Kabinett dann in einer Sondersitzung in Potsdam über seine Strategie angesichts der Energiekrise.

© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa