In Brandenburg können weniger Kinder schwimmen

Der Anteil der Grundschulkinder, die schwimmen können, ist in Brandenburg in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. Daten dazu werden seit dem Schuljahr 2010/11 in der fünften Klasse erhoben. Damals waren es landesweit 94,5 Prozent, im Schuljahr 2019/2020 nur noch 91,4 Prozent, wie das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Potsdam auf eine Anfrage der Landtagsfraktion der Freien Wähler (BVB) mitteilte.

Daten dazu, wie viele Schwimmlerngänge an den Schulschwimmzentren (SSZ) pandemiebedingt nicht angeboten werden konnten, liegen der Landesregierung nach eigenen Angaben nicht vor. Schulen und Schulschwimmzentren bieten laut Ministerium aber im Rahmen des regulären Unterrichts den Kindern der betroffenen Jahrgangsstufen an, ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen.

Außerdem bestehe für Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder zu Intensivschwimmkursen anzumelden. Für diese zusätzlichen Schwimmkurse außerhalb des Unterrichts stelle Brandenburg 500 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm «Aufholen nach Corona» zur Verfügung. Die Kurse werden in Kooperation mit der Brandenburgischen Sportjugend (BSJ) umgesetzt. Seit Beginn der Sommerferien im vergangenen Jahr bis Ende April hat es dem Bildungsministerium zufolge in diesem Rahmen mehr als 100 Schwimmkurse gegeben, bei denen gut 2100 Schwimmnachweise erworben wurden.