Justiz in Brandenburg soll bürgernaher werden

Brandenburgs Justizministerin Susanne Hoffmann (CDU) will die Justiz im Land nach eigenen Worten moderner, leistungsfähiger und bürgernäher gestalten. Eine von ihr initiierte Konferenz habe gezeigt, dass es eine große Bereitschaft in der Justiz gebe, an diesem Reformprozess mitzuwirken, erklärte Hoffmann am Freitag. An der Auftaktveranstaltung der «Zukunftskonferenz Justiz» hatten Vertreter aller Bereiche der Justiz und Politik teilgenommen. In mehreren Arbeitskreisen sollen nun «ohne Denkverbote» Ideen entwickelt werden, wie die Justiz noch besser aufgestellt werden kann.

Brandenburgs Justiz steht vor einem personellen Umbruch. Nach Angaben der Justizministerin geht in den nächsten Jahren rund ein Viertel der Mitarbeiter der Justiz in den Ruhestand. Deshalb gelte es, den bevorstehenden Generationenwechsel vorzubereiten und zu begleiten, so Hoffmann. «Innovative Ideen, elektronische Unterstützung und ein moderner Arbeitsplatz sind hierfür unabdingbar», betonte die Ministerin. «Wir müssen aber auch noch mehr Bürgernähe zeigen.»

Auch die Arbeitsplätze in der Justiz sollen attraktiver werden. Nach Angaben des Ministeriums wurden zahlreiche neue Stellen geschaffen und auch besetzt. Die Bewerberlage sei trotz der Konkurrenz aus dem Bund und den anderen Ländern gut, hieß es. Flexibilität und Änderungsbereitschaft gerade der jüngeren Kolleginnen und Kollegen erhöhe zudem die Chancen etwa für eine moderne Führungskultur und Personalentwicklung und effizientere Verfahrensabläufe.