Kleintransporter mit Migranten verunglückt in Polen

Beim Unfall eines Kleintransporters mit Flüchtlingen im Laderaum sind in Polen vier Menschen verletzt worden. Der Transporter mit tschechischem Kennzeichen sei auf der Autobahn 2 zwischen Buk und Nowy Tomysl umgekippt, sagte ein Sprecher der örtlichen Polizei am Dienstag der Nachrichtenagentur PAP. Im Laderaum des Wagens hätten sich 15 Ausländer ohne Dokumente befunden, wie die polnische Zeitung “Glos Wielkopolski” berichtet.

Die polnische Polizei geht davon aus, dass es sich um Flüchtlinge handelt, die illegal an die Grenze nach Deutschland gebracht werden sollten. Nach Informationen des Senders RMF.FM stammen die meisten aus dem Irak und der Türkei. Der Fahrer des Wagens flüchtete nach dem Unfall, konnte aber später festgenommen werden. Er ist den Angaben zufolge ukrainischer Staatsbürger.

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, sein Land werde Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen. Seitdem mehren sich die Meldungen über versuchte illegale Grenzübertritte.

Auch in Kostrzyn (Küstrin) an der deutsch-polnischen Grenze stoppte die polnische Polizei am Dienstag einen Kleintransporter, in dessen Laderaum sich 34 Migranten befanden. Der Fahrer stammte aus Rumänien.