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© Foto: Christian Budschigk
Fischsterben in der Oder

Die Brandenburger Landesregierung geht nach wie vor davon aus, dass das große Fischsterben in der Oder nicht nur natürliche Ursachen hat.
«Das können wir getrost ausschließen, sonst würden sich die hohen PH-Werte und der erhöhte Sauerstoffgehalt und vieles andere mehr nicht erklären», sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch in Beelitz. Man wisse noch nicht, was passiert sei. «Wir wissen nur, es muss etwas passiert sein.»
Woidke erneuerte zugleich seine Kritik an der Kommunikation mit der polnischen Seite. «Es ist Tatsache, dass sechs Tage, bevor bei uns Fische gestorben sind, Fische in Polen gestorben sind – und wir wurden nicht informiert.» Daher sei er «tief enttäuscht» von der polnischen Regierung. Polen wäre auf Grund internationaler Verträge verpflichtet gewesen, frühzeitig zu informieren.
Die Ursache für die Umweltkatastrophe ist noch immer ungeklärt. Die polnische Regierung hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass in untersuchten Wasserproben bislang keine toxischen Substanzen entdeckt worden seien, die das Fischsterben verursacht haben. Erste ausgewertete Laborergebnisse des Brandenburger Landesumweltamtes hatten keine besonders hohen Werte für Metalle wie Quecksilber gezeigt. Eine einzelne Ursache für die Umweltkatastrophe lasse sich nicht erkennen, hieß es nach Angaben des Umweltministeriums.
Bei der Suche nach der Ursache für das große Fischsterben holt sich Brandenburg dem Regierungschef zufolge auch Unterstützung von Wirtschaft und Forschungseinrichtungen, darunter vom Chemiekonzern BASF am Standort Schwarzheide, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und Instituten, die sich mit Wassergüten beschäftigen. «Wir haben alles, was wir kennen in dem Land, auf diese Aufgabe konzentriert», sagte Woidke. Das sei so wichtig, weil davon alle anderen Fragen abhingen – etwa die Zeit der Regeneration der Oder, die Fischerei und die Hilfseinsätze beim Einsammeln der Fische, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.
Geschrieben von: MK
Brandenburgs Ministerpräsident Fischsterben
today13. Oktober 2026 824 53
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