Landesparteitag der Linken mit Rede der Vorsitzenden begonnen

Mit einer Rede der scheidenden Landesvorsitzenden Anja Mayer hat in Schönefeld ein zweitägiger Parteitag der Brandenburger Linken begonnen. Mayer rief die Delegierten zu Geschlossenheit auf. Die «Lernkurve» in der Partei sei nur bedingt ausgeprägt und innerparteiliche Konflikte nicht vom Tisch. «Eine Partei, die sich streitet, wird nicht gewählt», mahnte sie. Die Linke sollte sich auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren und nicht die Unterschiede in den Mittelpunkt stellen. «Unsere Themen liegen geradezu auf der Straße. Die Linke ist die Friedenspartei in Deutschland», sagte Mayer mit Blick auf den Ukraine-Krieg.

«Eine Partei, die sich streitet, wird nicht gewählt»

Die scheidende Landesvorsitzende der Linken, Anja Mayer

Die Partei will sich personell neu aufstellen. Dafür wählen die Delegierten am Sonntag einen neuen Landesvorstand. Offen ist, wer künftig die Doppelspitze bilden soll. Mayer, die derzeit mit der Co-Vorsitzenden Katharina Slanina die Partei führt, hatte bereits angekündigt, nicht mehr anzutreten. Sie hatte seit 2018 den Landesvorsitz. Slanina will dagegen wieder kandidieren. Neu um das Amt der Vorsitzenden bewirbt sich der Linkenfraktionschef im Brandenburger Landtag, Sebastian Walter. Zudem kandidieren der frühere Bundestagsabgeordnete Norbert Müller aus Potsdam und Anja Kreisel aus Frankfurt (Oder).

Die Linke hatte bei der Bundestagswahl 2021 in Brandenburg mit 8,5 Prozent ihr Zweitstimmenergebnis von 2017 etwa halbiert.