Nun doch: Verzicht auf Böllerschüsse beim “Bunten Hering”

Wird es in diesem Jahr nicht geben - Kanonenschüsse an der Oderpromenade

Wie die Oderwelle bereits gestern berichtete, verzichtet die Stadt beim diesnjährigen HanseStadtFest “Bunter Hering” auf ein Feuerwerk. Diese beliebte Tradition pausiert aufgrund der Tatsache, dass sich derzeit mehrere Tausend Menschen in der Stadt befinden, die in Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine erst vor kurzer Zeit aus einem Kriegsgebiet geflohen sind. Ihnen das Trauma der Geräuschkulisse eines großen Feuerwerkes zu ersparen und eine unbeschwerte Zeit zu ermöglichen, ist den Organisator:innen des “Bunten Herings” ein wichtiges Anliegen.

Und nicht nur ihnen. Wenn am Samstag, 9. Juli, und am Sonntag, 10. Juli 2022, ab 11 Uhr der Verein Freyfahnleyn der Hansestadt zu Frankenforde anno dni 1495 e.V. zum traditionellen historischen Spektakel auf den nördlichen Holzmarkt lädt und dort mit einem historischen Spektakel Parallelen und Unterschiede pandemischer Situationen heute und einstmals zeigt, wird dies ohne die sonst üblichen Böllerschüsse aus Kanonen geschehen.

91.7 ODERWELLE – Beitrag “Keine Böllerschüsse beim Bunten Hering” (16. Juni 2022)

Robert Reuter, Event-Manager der Messe und Veranstaltungs GmbH und Chef-Organisator des HanseStadtFestes:

„Die Mitglieder dieses Vereins, das wissen wir, bereiten sich stets lange und aufwendig auf das Historienspiel beim HanseStadFest vor. Die spontane Entscheidung, jetzt auf die geplanten und beliebten Böllerschüsse zu verzichten, nötigt mir größten Respekt ab.“

Thomas Wahl, Vorsitzender des Vereins:

„Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen. Wir wissen, dass viele Gäste des HanseStadtFestes die Kanonenschüsse besonders mögen und haben auch selbst große Freude daran. Doch was wir aufführen, ist ein Spiel. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Es darf für niemanden ernst und beängstigend werden. Die Absage des Feuerwerkes in diesem Jahr halten wir für einzig richtig und unterstützen diese Haltung mit dem Verzicht auf Böllerschüsse.“