Nach den Warnstreiks in den Briefzentren in Berlin in den vergangenen Tagen, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Berlin-Brandenburg die ca. 800 Tarifbeschäftigten Brandenburger Brief- und Paketzustellung am Samstag zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Betroffen waren ab 6 Uhr morgens Paketzustellbasen in Potsdam und Kleinmachnow, sowie die Brief- und Verbundzustellung in ganz Potsdam, Luckenwalde, Fürstenwalde, Neuenhagen, Beeskow, Storkow und Frankfurt (Oder). ver.di will mit den Warnstreiks den Druck auf die Deutsche Post AG erhöhen, nachdem die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben.

ver.di fordert für die insgesamt rund 140.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Erhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, außerdem eine monatliche Erhöhung um 90 Euro für die Auszubildenden und Dual-Studierenden. Die Post AG konnte nach eigenen Angaben ihren Gewinn im Bereich Post und Paket im ersten Halbjahr um knapp 50 Prozent steigern und ist damit wirtschaftlich erfolgreich durch die Pandemie-Krise gekommen. Die Beschäftigten tragen durch ihren tagtäglichen Einsatz im Dienst der Postkunden maßgeblich zu diesem Unternehmenserfolg bei. Deshalb haben sie den berechtigten Anspruch, mit ordentlichen Lohnerhöhungen daran beteiligt zu werden, so ver.di.