Brandenburger Landtag erleichtert Besuch von Schulklassen

Der Landtag ist in der Corona-Krise schon länger wieder für Besucher offen, doch mit Auflagen. Für Schülerinnen und Schüler, die mehr über das Parlament wissen wollen, wird es nun einfacher.

Der Besuch von Schulklassen im Brandenburger Landtag unter Corona-Auflagen ist leichter geworden. Die Besichtigung des Gebäudes sei wieder für ganze Klassen mit bis zu 30 Personen möglich, sagte ein Landtagssprecher in Potsdam.

Bisher durften maximal drei Gruppen mit je zehn Personen sowie zusätzlich zehn einzelne Gäste den Landtag besuchen. Der Besuch einer 30-köpfigen Gruppe, der seit vergangener Woche möglich ist, gilt nur für Schülergruppen. Darüber hinaus können auch weiterhin zehn einzelne Gäste das Parlament besichtigen. Möglich ist in diesem Schuljahr außerdem wieder der direkte Austausch von Schülerinnen und Schülern ab Klasse 9 mit Abgeordneten in den jeweiligen Wahlkreisen im Projekt «Dialog P», das ist für Februar bis Sommer 2022 geplant.

Die bisherigen Corona-Regelungen im Landtag sind ansonsten mit Blick auf die Infektionslage unverändert. Offen ist, wann Besucher auch zu Plenarsitzungen zugelassen werden. Wegen der Corona-Auflagen nehmen Abgeordnete derzeit auch auf den Besucherrängen Platz.

Für nächsten Sommer plant Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke wieder die Reihe «Kunst zur Zeit» mit Musik, Texten und Tanz im Innenhof. «Das wurde gut angenommen», sagte Liedtke. «Für das nächste Jahr möchten wir gerne bei diesem Charakter der Veranstaltung im Innenhof bleiben, aber von der kleinen Besetzung der Darsteller übergehen zu einem ganzen Tanzensemble oder einem Orchester.» Das werde derzeit besprochen.

Die Landtagspräsidentin, die auch Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats ist, fordert weitere Mittel vom Bund für die Kultur. «Ich bin dankbar, dass der Bund viel Geld unter die Kulturschaffenden gebracht hat zum Neustart. Es muss aber weitergehen», sagte Liedtke. «Das ist jetzt eine zweite Durststrecke: Wir haben euphorisch gedacht, wir machen alle Türen von Theatern und Orchestern wieder auf und die Leute strömen. Das ist nicht der Fall und geht auch nicht.»