Europa-Universität Viadrina eröffnet Präsenzstelle in Fürstenwalde

Sichtbarkeit und Präsenz von Wissenschaft in der Region, Vernetzung mit Unternehmen und Wissenstransfer – mit diesen Zielen haben die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Technische Hochschule Wildau am Mittag ihre Präsenzstelle in Fürstenwalde eröffnet. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle überreichte zur Eröffnung den Zuwendungsbescheid an Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, und Prof. Dr. Klaus-Martin Melzer, Vizepräsident für Forschung und Transfer der TH Wildau. Anläßlich der Eröffnung sagte Prof. Dr. Julia von Blumenthal:

„Ich freue mich über diese Möglichkeiten, die regionale Vernetzung der Viadrina zu verbreitern. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Fürstenwalde ist eine große Chance für den Wissenstransfer. Die Partnerschaft mit der TH Wildau ermöglicht es, die breite Palette von hochschulischer Bildung und Wissenschaft interessierten Menschen nahe zu bringen“

Prof. Dr. Klaus-Martin Melzer betonte:

„Die Präsenzstelle Fürstenwalde bildet einen weiteren Baustein zur Stärkung unserer regionalen Transferarbeit. Wir hoffen, über die Präsenzstelle noch direkter mit Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Unternehmen vor Ort in den Austausch zu kommen. Mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) arbeiten wir mit einem spannenden Partner zusammen, der eine ganz andere Ausrichtung als wir in die gemeinsame Arbeit der Präsenzstelle einbringt.“

Wissenschaftsministerin Manja Schüle bezeichnete die Präsenzstelle bei der Eröffnung als gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation von Wissenschaft und regionaler Entwicklung:

„Brandenburg hat als bundesweit erstes Land eine eigene Transferstrategie aufgelegt, die Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gleichermaßen in den Blick nimmt und die Zusammenarbeit von Wissenschaft mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft verbessern soll“, so Ministerin Schüle. „Mit dem verstärkten Auf- und Ausbau der Präsenzstellen – übrigens auch bundesweit einmalig – schlagen wir Brücken zwischen der regionalen Wirtschaft und der Wissenschaft.“

Die Präsenzstelle im Alten Rathaus von Fürstenwalde erleichtert Studieninteressierten, Schulen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft künftig die Kontaktaufnahme zu den Hochschulen. Bei Fragen der Studienorientierung helfen die Ansprechpartner*innen vor Ort genauso weiter wie bei der Suche nach passenden Werksstudierenden oder dem Angebot von Weiterbildungen. Darüber hinaus werden gemeinsam mit regionalen Akteurinnen und Akteuren Veranstaltungsformate entwickelt, die der regionalen Öffentlichkeit den Zugang zu wissenschaftlichen Diskussionen und Erkenntnissen ermöglichen.

Angelegt ist das Projekt zunächst auf eine Laufzeit bis Ende 2023. In einem ersten Förderzeitraum bis Ende 2022 finanziert das Land die Präsenzstelle mit 586.800 Euro.

Hintergrund
In den Regionalen Wachstumskernen (RWK) des Landes entstehen derzeit Präsenzstellen der Brandenburger Hochschulen als regionale Anlauf-, Kontakt- und Koordinierungsstellen in hochschulfernen Regionen. Das Land Brandenburg fördert den Auf- und Ausbau dieser Einrichtungen in diesem Jahr mit 2,5 Millionen Euro. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Information und Beratung von Studieninteressierten, die Vernetzung mit Unternehmen, Kammern und Verbänden, die Planung von Veranstaltungen und Kampagnen sowie das Zusammenbringen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Unternehmen der Region. Neben der Präsenzstelle in Fürstenwalde gibt es bereits Präsenzstellen in Velten, Neuruppin, Pritzwalk, Wittenberge, Schwedt, Spremberg, Luckenwalde und Finsterwalde.