Bürgermeister Claus Junghanns, Filialdirektorin Grit Rost, Sonja Gudlowski von der Bürgerinitiative und Baudezernent André Benedict Prusa vor der Schmeißereiche im Lennépark.

Am Freitag übergaben die Partner der Bürgerinitiative Lennépark dem Bürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Claus Junghanns (CDU) einen symbolischen Scheck mit dem Spendenergebnis im 16. Lennépark-Spendenjahr 2023.

Grit Rost, Filialdirektorin der Filiale der Deutschen Bank in Frankfurt (Ode), und Sonja Gudlowski von der Bürgerinititive verwiesen mit Stolz auf das drittbeste Spendenergebnis in den zurückliegenden 16 Jahren n Höhe von 12.748,40 Euro.

Sonja Gudlowski bedankte sich im Namen der Partner der Bürgerinitiative bei den vielen Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, den Sponsoren, Unterstützern und Förderern des Lennéparks sowie den Medienpartnern. Seit Bestehen der Bürgerinitiative wurde eine Gesamtspendensumme in Höhe von 162.296,51 Euro für die Erhaltung, Sanierung und Belebung unseres Bürgerparks- Lennépark erzielt.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung enhüllte André Benedict Prusa, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, das Schild mit der Kennzeichnung der Schmeißereiche als Naturdenkmal im Lennépark.

André Benedict Prusa bei der Enthüllung des Naturdenkmal- Schilds an der Schmeißereiche.
© Foto: Peter Gudlowski André Benedict Prusa bei der Enthüllung des Naturdenkmal- Schilds an der Schmeißereiche.

Mit einem kurzen Ausblick in das 17. Lennépark-Spendenjahr 2024, der Aufzählung von möglichen Spendenprojekten und der Bekanntgabe des Termins der 14. Kleinen Parknacht am 22. Juni 2024, beendeten die Partner der Bürgerinitiative das 16. Spendenjahr.

Hintergrund: «Schmeißereiche»
Friedrich Schmeisser setzte sich sehr für die Umwandlung der ehemaligen Frankfurter Wallanlagen in einen Bürgerpark ein. Nachdem die Wallanlagen 1820 militärisch sinnlos geworden waren, verwilderte das Gelände, das zwischen Schmeissers Grundstück und der westlichen Stadtmauer lag. Auch auf Betreiben Schmeissers taten sich einflussreiche Frankfurter Bürger zusammen, um einen Stadtzugang von Westen schaffen zu lassen und die Wallanlagen in einen Park umzuwandeln. Zusammen mit dem Kaufmann Michael Martin Lienau reichte Schmeisser bei der Stadt einen Antrag auf Kostenübernahme ein. Daraufhin sammelten Frankfurter Bürger 541 Taler. Von diesem Geld wurden zwischen 1825 und 1827 ein neuer Weg durch die Wallanlagen, eine kleine Brücke (an der Stelle der heutigen Schmeisserbrücke) und ein verschließbares Tor in der Stadtmauer bezahlt. Bei einer zweiten Sammlung 1832 kamen 889 Taler zusammen. Alle Bäume sollten gefällt und das Gelände eingeebnet werden. Schmeisser kaufte für 2 Taler eine Eiche und bewahrte sie so. Sie wird heute als Schmeisser-Eiche bezeichnet und gilt als ältester Baum des Lennéparks. 1832 beschloss der Frankfurter Stadtrat die Umgestaltung der Wallanlagen nach den Entwürfen Peter Joseph Lennés unter Leitung Schmeissers. Die Arbeit ging mit Unterbrechungen weiter, sobald wieder Geld eingesammelt worden war. 1842 zerstörten vom Benitzer der Lohmühle aufgewiegelte Arbeiter einen wegen der Bauarbeiten errichten Damm am Stadtgraben. Daraufhin legte Schmeisser die Bauleitung nieder. 1845 war die Arbeiten am heutigen Lennépark abgeschlossen, dem nach Theresienstein in bayrischen Hof an der Saale zweitältesten Bürgerpark Deutschlands.

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