Woidke würdigt Gorbatschows Verdienste für Ostdeutschland

Der ehemalige Staatspräsident der Sowjetunion Michail Sergejewitsch Gorbatschow

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Verdienste des ehemaligen sowjetischen Staatschefs Michail Gorbatschow für ganz Ostdeutschland gewürdigt. «Gerade wir Ostdeutschen haben Michail Gorbatschow unendlich viel zu verdanken», teilte Woidke am Mittwoch in Potsdam mit. «Er hat den Menschen in der DDR im historischen Herbst 1989 Mut gemacht, ihr Land neu zu denken und zu gestalten. Und er bewies mit seiner Zustimmung zur Deutschen Einheit, dass für ihn die Vision vom “Gemeinsamen Haus Europa” keine leere Floskel war, sondern Maxime seiner Politik.»

Der Brandenburger Regierungschef nannte Gorbatschow «eine der herausragenden politischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts». «Sein Name wird für immer mit Vertrauen, Abrüstung und demokratischen Prinzipien in den internationalen Beziehungen verbunden bleiben», sagte Woidke.

Der russische Friedensnobelpreisträger war am Dienstagabend im Alter von 91 Jahren in Moskau gestorben. Er galt als einer der Väter der Deutschen Einheit und Wegbereiter für das Ende des Kalten Krieges.

Gorbatschow war mehrfach in Brandenburg: So pflanzte er 2005 anlässlich des Tages der Deutschen Einheit im Potsdamer Park Sanssouci einen Kirschbaum. Im Jahr 2009 war er bei der Eröffnung des Museums Villa Schöningen an der Glienicker Brücke dabei. Bereits 1986 besuchte er – noch als sowjetischer Staatschef – das Schloss Cecilienhof, den Ort des Potsdamer Abkommens.

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