LKA hebt Drogenring in Frankfurt (Oder) aus

Stadtbekannter Gastronom in Haft | Es wurden Drogen, Handfeuerwaffen, Datenträger und Vermögenswerte in Höhe von 1.043.290 € aufgefunden und vorläufig gesichert | Unter anderem auch Bargeld in Höhe von rund 330.000 Euro, Goldmünzen, ein hochwertiges Fahrzeug und hochpreisige Uhren.

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität Frankfurt (Oder) und das Landeskriminalamt Brandenburg führen seit Anfang des vergangenen Jahres umfangreiche Ermittlungen zur Bekämpfung der organisierten Rauschgiftkriminalität. Die Ermittlungsverfahren richten sich gegen über 20 Beschuldigte, die im Verdacht stehen, mit Marihuana, Amphetamin, Kokain und anderen Betäubungsmitteln in erheblichen Mengen Handel betrieben zu haben.

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Vom 01. bis 03. Februar 2021 durchsuchten insgesamt 266 Kräfte des LKA, der Polizeidirektion Ost, der Bereitschaftspolizei, des Zolls, der Steuerfahndung und der Berliner Polizei 39 Wohn-, Geschäfts- und Nebengebäude in Frankfurt (Oder), dem Landkreis Oder-Spree sowie in Berlin. Zusätzlich wurde ein Durchsuchungsbeschluss durch die Polizei in Polen vollstreckt. Dabei konnten u.a. rund 55 kg Marihuana, kleinere Mengen anderer Drogen, Handfeuerwaffen und Datenträger sichergestellt werden. Darüber hinaus wurden Vermögenswerte in Höhe von 1.043.290 € aufgefunden und vorläufig gesichert, u.a. Bargeld in Höhe von rund 330.000 Euro, Goldmünzen, ein hochwertiges Fahrzeug und hochpreisige Uhren.

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Bereits im Vorfeld waren gegen die Hauptbeschuldigten richterliche Beschlüsse zur Sicherung illegal erwirtschafteten Vermögens (sog. Vermögensarreste) in Höhe von 1,3 Millionen Euro ergangen. Fünf Beschuldigte im Alter von 25 bis 47 Jahren konnten bereits am Montag durch Spezialeinheiten der Brandenburger Polizei festgenommen und nach richterlicher Verkündung der Haftbefehle am Dienstag in Justizvollzuganstalten überführt
werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ermittelt in diesem Zusammenhang vor allem wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen.

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Den Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, Marihuana im mittleren dreistelligen Kilogrammbereich sowie Kokain und Amphetamin im zweistelligen Kilogrammbereich erworben und gewinnbringend weiter veräußert zu haben. Bei einer Verurteilung drohen mehrere Jahre Freiheitsstrafe. Einer Tätergruppierung mit überwiegend albanischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, die Betäubungsmittel aus unterschiedlichen Quellen bezogen, überwiegend in Berlin zwischengelagert und von dort an Abnehmer im Osten Brandenburgs verbracht zu haben.

Ein zweiter integrierter Ermittlungskomplex richtet sich gegen eine Bande aus vorwiegend deutschen Staatsangehörigen aus Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree. Ihnen wird zur Last gelegt, Betäubungsmittel in Berlin, Frankfurt (Oder) und verschiedenen Orten Ostbrandenburgs gewinnbringend verkauft zu haben. Ein Teil der Beschuldigten sind Angehörige einer polizeilich relevanten Rockergruppierung. Die Ermittlungen ergaben den Verdacht, dass diese Bande ein wesentlicher Betäubungsmittelabnehmer der o.g. albanischen Tätergruppierung war.

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