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© Foto: Christian Budschigk
Tausende tote Fische in der Oder

Polen wird die Untersuchungsergebnisse von massenweise verendeten Fischen aus der Oder frühestens am Sonntag vorlegen können.
Bislang habe das Staatliche Forschungsinstitut in Pulawy noch keine Fische erhalten, sagte der Leiter Krzysztof Niemczuk am Freitag der Nachrichtenagentur PAP. «Wir warten noch immer und gehen davon aus, dass uns die erste Partie von Fischen für die Untersuchungen heute Abend erreicht.»
Die Fische sollen auf Metalle, Pestizide und andere giftige Stoffe untersucht werden. Niemczuk: «Es gibt so viele Substanzen, die das Fischsterben verursacht haben könnten, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen können, was die Ursache sein könnte.»
Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen in Brandenburg an der Grenze zu Polen. Tausende tote Fische wurden in dem Fluss entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Stadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte. Nach Angaben der polnischen Wasserbehörde sind bislang zehn Tonnen verendeter Fisch geborgen worden.
Nicht nur die Analyse der toten Fische, auch die der Wasserproben aus der Oder in Polen halten an. Am Donnerstag hatte Vize-Infrastrukturminister Grzegorz Witkowski gesagt, man werde die Analyseergebnisse des Flusswassers «maximal im Laufe einer Woche» vorlegen können. Nach ersten Erkenntnissen aus Deutschland gibt es Hinweise auf eine erhebliche Quecksilberbelastung des Wassers.
In Polen wächst derweil die Kritik an einer zu langsamen Reaktion der Behörden und der Regierung auf das Fischsterben. Oppositionsführer Donald Tusk von der liberalkonservativen Bürgerplattform (PO) sprach von «einem der größten Umweltskandale der vergangenen Jahre – nicht nur in Polen».

© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa
Geschrieben von: MK
Brandenburg Fischsterben Frankfurt (Oder) Polen Untersuchungsergebnisse
Foto: René Matschkowiak
Foto: Jan Baruschke
Foto: Thomas Nitz, Michael O'Ryan, Martin Steffen, Jörg Steinmetz, Micky Bartl

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