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Peace Town Ramblers am Samstag in der KUMA Peace Town Ramblers am Samstag in der KUMA
© Foto: Landtag Brandenburg
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)
Anlässlich des 84. Jahrestags der nationalsozialistischen Pogromnacht gegen Juden hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ein klares Eintreten des Staates und der Gesellschaft gegen Antisemitismus gefordert. «Die planmäßige Entrechtung und Verfolgung der Juden während des nationalsozialistischen Terrorregimes begann unmittelbar mit der Machtübernahme Hitlers 1933 und erlangte am 9. November 1938 einen für alle Welt sichtbaren, weiteren schrecklichen Höhepunkt», sagte Woidke anlässlich des Jahrestages.
Synagogen seien in Brand gesteckt, Jüdinnen und Juden misshandelt und ermordet worden, erinnerte der Regierungschef. «Noch heute empfinden wir Scham darüber, dass dies alles vor den Augen und teils auch mit Billigung der Bevölkerung geschehen konnte.»
Kulturministerin Manja Schüle (SPD) will die Landesregierung am Mittwoch beim Gedenken in der Landeshauptstadt Potsdam vertreten. Antisemitismus sei für in Deutschland lebende Juden weiterhin bittere Realität, meinte sie. «Wer mit Antisemitismus sympathisiert oder ihn relativiert, stellt sich außerhalb unserer weltoffenen, liberalen Gesellschaft», erklärte Schüle. «Der Kampf gegen Antisemitismus ist auch ein Kampf für Aufklärung und braucht unseren vollen Einsatz.»

Auch in Frankfurt (Oder) wird am Mittwoch den Opfern der nationalsozialistischen Pogromnacht gedacht. Um 18 Uhr findet ein gemeinsames Gedenken im Beisein des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Wolfgang Neumann sowie des Oberbürgermeisters René Wilke statt. Im Anschluss beginnt im Kammermusiksaal der Frankfurter Konzerthalle eine Konzert-Lesung mit dem Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (BSOF), an der auch der Oberbürgermeister mitwirken wird.
© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa
Geschrieben von: MK
9. November 1938 Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle BSOF Dietmar Woidke Wolfgang Neumann
© Foto: Thomas M. Jauk
Foto: Andrej Grilc
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