Woidke hält Pläne Habecks für Atomreserve für «schlechte Lösung»

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) für eine Atomreserve kritisiert. «Ich halte das in dieser jetzigen Zeit mit schon explodierenden Strompreisen für eine sehr, sehr schlechte Lösung», sagte Woidke am Dienstag in Brandenburg an der Havel. Woidke hätte sich bis in die Frühjahrsmonate März oder April hinein eine Laufzeitverlängerung der Kraftwerke gewünscht.

Habecks Pläne seien schlecht für den Strompreis in Deutschland, weil Kapazität vom Strommarkt genommen werde. «Ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und ich fürchte, sie wird weitere Strompreissteigerungen nach sich ziehen.» In Brandenburg an der Havel traf sich das Kabinett am Dienstag zu Gesprächen auch mit dem Oberbürgermeister der Stadt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stellte sich hinter den Vorschlag von Wirtschaftsminister Habeck (Grüne), zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke als Notreserve bereitzuhalten. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz kritisierte, dass trotz drohenden Energiemangels die zwei Kraftwerke nicht weiter Strom produzierten, sondern nur in Reserve gehalten werden sollen.

© 91.7 ODERWELLE mit Material von dpa