Ministerin Nonnemacher rechnet mit kürzeren Quarantänezeiten

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (B'90/Grüne) im Gespräch mit der Oderwelle.

Die brandenburgische Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) rechnet angesichts steigender Neuinfektionszahlen mit kürzeren Quarantänezeiten. «Es wird auf eine Anpassung der Quarantänezeiten allgemein hinauslaufen», sagte die Ministerin am Mittwochmorgen gegenüber dem rbb. «Dass die verkürzt werden, das erwarte ich.» Es brauche darüber hinaus «spezielle Regelungen» für Beschäftigte in der sogenannten kritischen Infrastruktur. «Sonst bricht dort der Betrieb zusammen, das ist ganz klar und darüber müssen wir reden, das kann nicht jedes Bundesland eigenständig machen.» Konkreter wurde Nonnemacher dabei nicht.

Bereits seit mehreren Tagen wird bei Bund und Ländern mit Blick auf die kritische Infrastruktur über kürzere Quarantänezeiten für dort Beschäftigte diskutiert. Die Maßnahme wäre eine Möglichkeit, dass Genesene schneller wieder ihre Arbeit aufnehmen können, wenn der hohe Krankenstand aufgrund der ansteckenderen Omikron-Variante die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur gefährdet.

Dazu gehören etwa Polizei, Krankenhäuser und Rettungsdienste oder wichtige Behörden und Versorgungsunternehmen. Nonnemacher betonte, dass die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch bereits eine deutlich steigende Tendenz bei den Neuinfektionen erkennen lassen.

Während der Weihnachtstage und rund um den Jahreswechsel wurde deutlich weniger getestet und gemeldet. Nonnemacher rechne daher erst für den Lauf dieser Woche damit, dass die Daten ein realistisches Bild der Infektionslage wiedergeben. «Ich denke, dass sich das jetzt in den nächsten Tagen eingespielt hat.»