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Für die Suche und Beseitigung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg sind in Brandenburg seit der Wende rund 305 Millionen Euro ausgegeben worden. Davon entfielen allein auf die Stadt Oranienburg (Oberhavel) knapp 109 Millionen Euro, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht.
Die Stadt war wegen des Bahnknotenpunkts und vieler Rüstungsbetriebe so stark wie keine andere Kommune in Deutschland im Zweiten Weltkrieg Ziel alliierter Luftangriffe. Seit 1991 wurden dort mehr als 220 Bomben entschärft oder gesprengt.
In den 305 Millionen Euro sind lediglich die reinen Kosten der Suche und Beseitigung von Bomben, Granaten und Munition enthalten. Viele weiteren Millionen Euro waren nach Angaben des Ministeriums unter anderem für Aufwendungen vor der Beseitigung von Kampfmitteln und für das Wiederherstellen des ursprünglichen Zustandes des Fundortes erforderlich.
Die Stadt Oranienburg erhält seit 1996 Landes-Mittel zum Beseitigen der Blindgänger. Der Bund beteiligt sich an den Kosten erst seit 2016. Von den beantragten knapp 47 Millionen Euro erhielt Brandenburg laut Innenministerium seither aber nur rund 9,2 Millionen Euro. Davon reichte das Land fast zwei Millionen Euro an die Kommunen weiter. Mit 1,8 Millionen Euro erhielt Oranienburg das meiste Geld.
Allein im vergangenen Jahr waren in Brandenburg nach Angaben von Innenminister Michael Stübgen (CDU) 328 Tonnen Kampfmittel gefunden und vernichtet worden. Darunter befanden sich 23 900 Granaten, 4400 Panzerabwehrraketen und Raketen sowie 1300 Sprengbomben und 1100 Brandbomben.
Geschrieben von: MK
2. Weltkrieg Bombenentschärfung Michael Stübgen Oranienburg
today9. März 2026 6479 48
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