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© Foto: Matthias Kayales
Archiv: Frankfurt-Słubice-PRIDE
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Gegen „LGBT-freie Zonen” in Polen: der 4. Doppelstadt Pride startet MK
Diesen Samstag, um 12 Uhr wird zum vierten Mal in Folge die deutsch-polnische PRIDE-Demo durch Słubice und Frankfurt ziehen. Treffpunkt ist um 11 Uhr auf dem Plac Bohaterów in Słubice. Der Start der Demonstration ist für 12 Uhr geplant. Weitere Stopps sind an der Stadtbrücke, Slubicer Straße in Frankfurt (Oder), und auf dem Uni-Campus, Logenstraße, vorgesehen. Die Demo endet im Gertraudenpark und klingt im Hof des Studierenden-Clubs „Stuck“ in der Lindenstraße 7 aus.
Mit der Demo wollen queere Menschen aus der LGBTQIA*-Community der Doppelstadt sowie Verbündete auf Missstände bezüglich der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation für queere Menschen in Deutschland, Polen und anderen Ländern aufmerksam machen und ihre Sichtbarkeit in der Doppelstadt thematisieren.
Dies sind die thematischen Schwerpunkte der diesjährigen Frankfurt-Słubice PRIDE:
Das Team will eine Doppelstadt, die „Grenzenlosigkeit“ und „Weltoffenheit“ auch als Vielfalt geschlechtlicher Identitäten, Beziehungsformen, Lebensentwürfe und sexueller Orientierungen versteht. Das ist leider im Alltag vieler queerer Menschen keine Selbstverständlichkeit. Man wünsche sich in der Doppelstadt mehr Orte und Treffpunkte, die mit queeren Menschen rechnen und sie in ihre Arbeit einbeziehen – von Schule, Sportverein, über Kneipe, Jugendclub, Disco bis zum Seniorentreff.
Wie schon seit dem ersten PRIDE 2020 fordern die Veranstalter:innen von Frankfurter und Słubicer Stadtvertreter:innen, die Doppelstadt durch einen gemeinsamen Stadtverordnetenbeschluss zum sicheren Ort für alle zu erklären und sich eine diskriminierungsfreie Stadt als Ziel zu setzen. Zusätzlich zu dem schon bestehenden Beratungs- und Testangebot zu HIV/Aids und STDs in Frankfurt fordern wir ein deutsch-polnisches Beratungsangebot für queere Menschen in der Doppelstadt.
Außerdem protestiert man gegen sogenannte „LGBT-freie Zonen” im Süden und Osten Polens, die queere Menschen verachten, symbolisch ausschließen und offene Queerfeindlichkeit auf den Straßen legitimieren. Zwar haben einige wenige Gemeinden die Deklaration als “LGBT-freie Zone” wieder aufgehoben, allerdings wohl nur, weil ihnen EU-Mittel gestrichen wurden.
Man lasse sich nicht als „Ideologie” demütigen, wie es Polens Präsident Andrzej Duda getan hat. Man verurteile die Gewalt und Härte, mit der die polnische Staatsgewalt, Justiz und Sicherheitsbehörden gegen queere Aktivist:innen vorgehen.

Hintergrund
Pride ist ein englischer Begriff, der ursprünglich aus der amerikanischen Lesben- und Schwulenbewegung stammt. Pride steht für den selbstbewussten und stolzen Umgang mit der eigenen sexuellen und geschlechtlichen Identität. In Deutschland finden die meisten „Prides“ unter dem Namen CSD (Christopher Street Day) statt. Der Name ‚Christopher Street Day‘ kommt von der Christopher Street in New York City. In dieser Straße haben sich 1969 bei den sogenannten Stonewall-Aufständen queere Menschen gegen Polizeiwillkür zur Wehr gesetzt.
LGBTQIA+ ist eine Abkürzung der englischen Wörter Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual/Transgender, Queer, Intersexual und Asexual. Eine Abkürzung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle/Transgender-, queere, intersexuelle und asexuelle Menschen.
Geschrieben von: MK
Doppelstadt Frankfurt (Oder) Frankfurt Słubice PRIDE LGBTQIA+ Menschenrechte queer
today9. Juni 2026 1072 254
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