Brandenburg will auch Lehrkräfte aus der Ukraine einsetzen

Für den Unterricht für Flüchtlingskinder will das Brandenburger Bildungsministerium auch geflüchtete Lehrkräfte aus der Ukraine einsetzen. Wenn sich entsprechende Kräfte fänden, sei dies eine gute Möglichkeit, den Unterricht für die Kinder aus der Ukraine zu gewährleisten, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. Die Lehrkräfte aus der Ukraine könnten auch als Seiteneinsteiger oder als Aushilfskräfte eingestellt werden.

Bei mangelnden deutschen Sprachkenntnissen könnte der Unterricht in Einzelfällen zunächst auch in ukrainischer Sprache und mit entsprechenden Lehrmitteln stattfinden, sagte die Ministerin. Dies sei besser als kein Unterricht. Das Ministerium prüft auch, ehemalige Russisch-Lehrer für den Unterricht zu aktivieren. Damit die Kinder schnell Deutsch lernen, seien auch Willkommensklassen möglich, sagte Ernst.

Für geflüchtete Kinder und Jugendliche ruht die Schulpflicht laut Ministerium für mehrere Wochen. Für diejenigen, die in einer Stadt oder in einem Landkreis aufgenommen werden, trete sie nach sechs Wochen in Kraft. Für Kinder und Jugendliche in einer Aufnahmeeinrichtung ruhe sie drei Monate nach der dortigen Unterbringung. An allen Aufnahmestandorten gebe es das Angebot freiwilliger Sprachkurse. Wenn die Kinder an einer Schule noch nicht genug Deutschkenntnisse hätten, erhielten sie zusätzliche Förderung.