Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
91.7 ODERWELLE Frankfurts Stadtradio
play_arrow
50 Jahre Oderhähne: Daniel Heinz blickt auf fünf Jahrzehnte Kabarett in Frankfurt (Oder) 91.7 ODERWELLE
play_arrow
Kati Karney im Sonntagsbrunch: „Die Musik war immer da“ 91.7 ODERWELLE
play_arrow
Energiewende in Frankfurt (Oder): Zwischen Wärmeversorgung und Widerstand in Güldendorf 91.7 ODERWELLE
play_arrow
Museum Viadrina: Geschichte als Brücke zwischen Frankfurt und Polen 91.7 ODERWELLE
play_arrow
Ein Supermarkt zieht um: Sven Habermann im Sonntagsbrunch der Oderwelle 91.7 ODERWELLE Sonntagsbrunch
play_arrow
Nach CSD-Anschlag in Berlin: Theologe René Pachmann ruft zu Zusammenhalt und Menschlichkeit auf 91.7 ODERWELLE
play_arrow
Schrade im Oderwelle-Sonntagsbrunch: „Jetzt muss wieder Sacharbeit im Mittelpunkt stehen“ 91.7 ODERWELLE
play_arrow
Kleistforum feiert 25 Jahre: Rückblick, Ausblick und die Seele eines Hauses 25 Jahre Kleistforum: Ein Rückblick und Ausblick mit Florian Vogel
play_arrow
FC Union Frankfurt vor schwieriger Auswärtsaufgabe in Fürstenwalde FC Union Frankfurt (Oder) Spieler Gero Köhler im Gespräch mit der Oderwelle
play_arrow
El Kellerico steht bevor!
Vier Landtagsfraktionen wollen eine geschlechtergerechtere Sprache in die Brandenburger Verfassung bringen. Im Gesetzentwurf von SPD, CDU, Grüne und der oppositionellen Linken soll exemplarisch der Artikel 3 geändert werden, in dem es um das Staatsvolk geht: Die Worte Bürger und Einwohner sollen durch Bürgerinnen und Bürger sowie Einwohnerinnen und Einwohner ersetzt werden. Grünen-Fraktionschefin Petra Budke sagte: «Brandenburg würde damit wegweisend sein.» Danach solle der Landtag beauftragt werden, weitere Formulierungen zu ändern. Der Umfang ist bisher umstritten. Der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichts Brandenburg, Jes Möller, sagte am Mittwoch bei einer Anhörung des Hauptausschusses im Landtag, wenn hervorgehoben werde, dass bestimmte Tätigkeiten von Frauen und von Männern gleichermaßen ausgeübt würden, sei das legitim und begrüßenswert. Er wies darauf hin, dass es Unstimmigkeiten gebe. So sei im Artikel zur Ernennung der Minister nur ein Ministerpräsident genannt, keine Ministerpräsidentin.

Die Sprachwissenschaftlerin Ewa Trutkowski von der Goethe-Universität Frankfurt/Main sagte, die Nennung beider Geschlechter sei wider den natürlichen Sprachwandel und schließe nicht-binäre Menschen – also mit Geschlechtseintrag divers – aus. Der Sprachforscher Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin warb dafür, wenn es rechtlich möglich sein sollte, das Gendersternchen zu benutzen.
Budke hält die Änderungen für notwendig. Nicht nur das generische Maskulinum, auch Formulierungen wie «Jeder hat das Recht» gehörten auf den Prüfstand, sagte sie den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Mittwoch). CDU-Fraktionschef Jan Redmann warnte dort generell vor «Genderwildwuchs» und sagte, es gehe um Klarheit, Vorlesbarkeit, Ausdruckskraft und Rechtssicherheit.
Die Verfassung von Schleswig-Holstein hat bereits geschlechtergerechte Bezeichnungen: Dort sind die Wörter Ministerpräsident und Präsident in männlicher und weiblicher Form genannt.
In die Brandenburger Verfassung sollen nach dem Willen der vier Fraktionen auch die Bekämpfung des Antisemitismus und die Stärkung des jüdischen Lebens als Staatsziele aufgenommen werden. Außerdem geht es darum, die Freundschaft mit dem Nachbarland Polen zu vertiefen.
Geschrieben von: MK
today30. September 2026 2596 45
today24. September 2026 1527 92
Foto: publiks
Foto: Marie Liebig
Foto: Tine&Paul Bossenmaier

© Foto: Kaenguruh Production Konzertagentur GmbH
© Foto: Matthias Kayales
© Foto: Kleist Festtage
© Foto: Matthias Kayales
© Foto: Matthias Kayales
Copyright © 2026 by 91.7 ODERWELLE - Frankfurts Stadtradio | eagle Broadcast Brandenburg GmbH